Aktuelles aus dem Bezirkskrankenhaus Bayreuth

 

GEMEINSAM GEGEN DEPRESSION

 
Die Initiative „Gemeinsam gegen Depression“ ist ein Zusammenschluss des Bezirkskrankenhauses Bayreuth und des Evangelischen Bildungswerkes Bayreuth/ Bad Berneck/ Pegnitz e.V., die das Thema „Depression“ verstärkt in der Öffentlichkeit bekannt machen und sich für eine verbesserte Behandlung von Menschen mit Depressionen einsetzen möchten. Schirmherr des Projekts ist Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler.

Ziel der Initiative ist gemeinsam mit Partnern aus unterschiedlichen Bereichen im Raum Bayreuth/Kulmbach ein Netzwerk zu gründen und zu pflegen, das erlaubt, das Thema Depression offener zu behandeln i. S. von Aufklärungsarbeit und Entstigmatisierung und somit Perspektiven zu schaffen – für Betroffene, für Angehörige, für Kollegen, Arbeitgeber und die Gesellschaft.
Nach dem Gründungstreffen der Initiative "Gemeinsam gegen Depression" in Bayreuth am 11.03.2010, der Wahl des Vorstandes am 28.05.2010, war am 02.10.2010 die Auftaktveranstaltung, zu welcher sich ca. 130 interessierte Laien und Fachleute im Evangelischen Gemeindehaus einfanden. 

 >> Weitere Informationen und Veranstaltungstermine

Zum Hintergrund:
Psychische Erkrankungen haben in den letzten Jahren deutlich an Häufigkeit und Bedeutung zugenommen, hierunter zählen insbesondere Depressionen zu den weltweit häufigsten.
Gravierende Beeinträchtigungen im beruflichen, sozialen und privaten Bereich der Betroffenen sind die Folge. Hiervon sind nicht nur Patienten und Angehörige, sondern die gesamte Gesellschaft betroffen. So schätzt bspw. die Bundesanstalt für Arbeitschutz und Arbeitsmedizin den Produktionsausfall 2008 durch „psychische und Verhaltensstörungen“ auf 3,9 Mrd. €. Die Ausgaben insgesamt für psychische und Verhaltensstörungen lagen 2006 bei 11,3 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben. Im Vergleich zu 2002 sind sie um 14 Prozent auf 26,7 Mrd. € gestiegen.
 
Depressionen stellen weltweit eine der häufigsten psychischen Erkrankungen dar. Nach der aktuellen Forschungslage leiden ca. 5% der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression. Aufgrund von Schwere und Verlauf der Erkrankung bestehen häufig gravierende Beeinträchtigungen im sozialen und beruflichen Bereich der Betroffenen. Es ist bekannt, dass schwere depressive Erkrankungen auch zu Suizidalität führen können. Obwohl heute sehr gute Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen, erhält nur ein geringer Anteil der betroffenen Patienten eine langfristig adäquate Behandlung. Psychotherapeutische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen, fällt vielen Menschen noch schwer. Zudem wird Depression häufig nicht als Krankheit erkannt und anerkannt, sondern als persönliches Versagen empfunden.

Kontaktdaten: kai.uffmann@bezirkskrankenhaus-bayreuth.de



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Letzte Aktualisierung am 15.07.2013




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