Dabei ging es schwerpunktmäßig um Grundsatzfragen der zentralen Behandlungsfelder sowie um die Ursachen, Verlaufsformen und Folgerungen von psychosomatischen und psychiatrischen Krankheiten. Rund 400 Tagungsteilnehmer waren in die Wappenhalle auf dem Gelände des früheren Münchner Flughafens gekommen, um diesem Austausch an Informationen und Grundsatzdiskussionen beizuwohnen. In seinem Grußwort betonte der erste Vizepräsident des Verbandes der bayerischen Bezirke, Oberfrankens Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, dass nach dem DAK-Gesundheitsreport 2010 psychische Erkrankungen im Jahre 2009 etwa 10,8 Prozent des gesamten Krankenstandes in Deutschland ausmachten. Danach stehen psychische Erkrankungen heute bereits an vierter Stelle der Krankheitsarten. Wie Denzler betonte, bezifferten Fachleute die Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal im Leben an einer psychischen Störung zu erkranken, auf 43 Prozent. Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang, dass die Kosten für Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankungen bundesweit auf rund zehn Prozent der Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung geschätzt wird. Die Fachkliniken der Bezirke bieten vor diesem Hintergrund ein hochqualifiziertes und umfangreiches Therapie- und Versorgungsangebot für die betroffenen Menschen. An über 40 Standorten in Bayern stehen in den bezirklichen Einrichtungen insgesamt 11.000 Betten zur Verfügung – davon sind 7.200 Betten und tagesklinische Plätze allein im Bereich Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik vorhanden. So sind 21.000 Mitarbeiter in den Kliniken der sieben bayerischen Bezirke beschäftigt. In diesem Kontext widmete sich das Symposium in Riem zahlreichen Ansätzen, um den modernen Stand der Behandlung und Versorgung auf diesem Gebiet zu veranschaulichen. Wissenschaftler und Fachärzte stellten beispielsweise zu der Frage „Wann macht Arbeit krank?“ oder zur Überlegung „zukunftsweisender integrativer therapeutischer Angebote“ ein Gesamtbild der Behandlungsmöglichkeiten dar. Bereichert wurde die Tagung durch eine Ausstellung von Informationstafeln aus den sieben bayerischen Bezirken sowie mit Darbietungen aus der Musiktherapie. Der erste Vizepräsident des Verbandes der bayerischen Bezirke, Günther Denzler, machte abschließend deutlich, das diese Tagung ein überaus wichtiger Akzent ist, um die Chancen und Möglichkeiten aus den Bereichen der Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie in der täglichen Arbeit der bezirklichen Facheinrichtungen auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Pressemitteilung des Verbandes der Bayerischen Bezirke
Einige Eindrücke vom Psychotherapie-Symposium mit Präsentation der Bezirkskliniken im Foyer und Kunstausstellung der Kunst- und Gestaltungstherapie des Bezirkskrankenhauses Bayreuth
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Präsentation der Psychotherapieabteilung und des Depressionszentrums am Bezirkskrankenhauses Bayreuth
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Fotoausstellung "Ich gestate ein Rot!" der Kunst- und Gestaltungstherapie am Beziriskrankenhaus Bayreuth
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Fotoausstellung "Wachstum/Stillstand, äußerer Stillstand - innerer Stillstand, äußeres Wachstum - inneres Wachstum!" der Kunst- und Gestaltungstherapie am Beziriskrankenhaus Bayreuth
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