Aktuelles aus dem Bezirkskrankenhaus Bayreuth
AUSSTELLUNG "GEMEINSAM HELFEN" ERÖFFNET
Vernissage der Initiative "Gemeinsam gegen Depression"
Die Depression ist weltweit die häufigste psychische Erkrankung. Deshalb wendet sich die Initiative „Gemeinsam gegen Depression“, ein Zusammenschluss Bayreuther Institutionen und Personen aus dem psychosozialen, kirchlichen und kulturellen Bereich, in unterschiedlichster Weise an die Bevölkerung, um das Bewusstsein für psychisch kranke Menschen mit der Diagnose „Depression“ zu verbessern. So wurde am 10.3.2011 die zusammen mit dem Kreativladen „Rote Katze“ gestaltete Ausstellung „Gemeinsam helfen“ in der Kundenhalle der Sparkasse Bayreuth, Opernstrasse 12, eröffnet, die nun der Öffentlichkeit Einblicke in die Welt psychisch kranker Menschen bietet.
Der Vorsitzende der Initiative und Ärztliche Direktor des Bezirkskrankenhauses Bayreuth, Herr Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wolfersdorf betonte in seiner Begrüßungsrede, wie wichtig es ist, die Krankheit Depression aus der Ecke von Ängsten und Vorurteilen herauszuholen. Deshalb sei es Ziel der Initiative „Gemeinsam gegen Depression“ Mitbürger/innen gemeinsam für die besondere Situation depressiv erkrankter Menschen zu sensibilisieren. Durch Entstigmatisierung und durch Information soll die Öffentlichkeit wachgerüttelt werden. Denn die Depression ist mehr als nur ein Unwohlsein. Sie ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die sich in Ängsten, Schlafstörungen, Kraftlosigkeit und depressiver Herabgestimmtheit äußert und nicht selten mit Suizid endet. Die Aussage eines von Prof. Wolfersdorf zitierten Patienten gibt die Stimmung depressiver Menschen nachvollziehbar wieder: „Ich kann nichts, ich bin nichts und es wird nimmer“.
Die Ausstellung „Gemeinsam helfen“ in Zusammenarbeit mit dem Kreativladen „Rote Katze“ soll zur Aufklärung der Öffentlichkeit beitragen und helfen, Betroffene und deren Familien zu verstehen und zu unterstützen.
Frau Friederike Moos vom Kreativladen „Rote Katze“, einem Projekt des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Diakonischen Werkes, gab Erläuterungen zu den ausgestellten Bildern und Logos, die zeigten, wie unterschiedlich psychisch erkrankte Menschen kreativ mit ihren jeweiligen Assoziationen zum Thema Depression umgehen.
Beide Redner bedankten sich bei der Stadtsparkasse Bayreuth, vertreten durch Herrn Guntram Preißinger, für die Unterstützung und das soziale Engagement.
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