Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Klaus Leipziger, Chefarzt der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth, fand vom 28. bis 29. November 2011 die bereits 12. Bayreuther Forensik-Tagung in Bayreuth statt.
An der interdisziplinären Veranstaltung nahmen ca. 180 Juristen, Ärzte, therapeutische Mitarbeiter aus forensisch-psychiatrischen Einrichtungen und Justizvollzugsangestellte teil. Gerade im Bereich der Forensischen Psychiatrie ist ein intensiver Dialog zwischen Juristen und Psychiatern unerlässlich, unterstrichen Hr. Burger, Direktor der Bezirksverwaltung, ebenso wie der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Bamberg Dr. Ernst Tschanett und der Ärztliche Direktor des Bezirkskrankenhauses Bayreuth Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wolfersdorf in ihren Grußworten.
So wurden den Teilnehmern am ersten Tag Workshops zu verschiedenen Themen der täglichen Arbeit in der Forensischen-Psychiatrie präsentiert und zur Diskussion gestellt. Vielseitige Erfahrungen konnten gesammelt und ausgetauscht werden. Wissenschaftliche Beiträge von hochkarätigen Rednern mit hoher Relevanz für die Praxis und Weiterentwicklung der Forensischen Psychiatrie rundeten die Tagung ab. Deren Schwerpunkt lag dieses Jahr auf der Neuausrichtung der Sicherungsverwahrung in Folge des Bundesverfassungsgerichtsurteil vom 04. Mai 2011. Weitere Themenbereiche waren der Maßregelvollzug für Frauen und die Behandlungsmöglichkeiten Forensisch-Psychiatrischer Ambulanzen.
Das abwechslungsreiche und informative Programm sorgte für eine kurzweilige Veranstaltung und man kann schon auf die Tagung im nächsten Jahr gespannt sein, die voraussichtlich vom 03. – 04.12.2012 im Bezirkskrankenhaus Bayreuth stattfindet.