Klinik für Neurologie

 

Schlafstörungen

 
 
Ein bedeutender Behandlungsschwerpunkt unserer Klinik für Neurologie gemeinsam mit unserer Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ist die diagnostische Abklärung von Schlafstörungen im sogenannten neuropsychiatrischen Schlaflabor.
 
 

Was ist ein Schlaflabor?

Unsere Fachabteilung betreibt ein Schlaflabor mit neurologisch-psychiatrischem Schwerpunkt. Es umfasst zwei Untersuchungsplätze, die mit sogenannten „Poly-Somnographie“-Messgeräten ausgestattet sind. Mit diesen können während des Nachtschlafes Gehirnströme, Augenbewegungen, Atmung, Muskelaktivität, Schnarchen und die nächtlichen Bewegungen abgeleitet werden und auf einem Computer zur späteren Auswertung gespeichert werden.
 
 
 

Welche Krankheiten werden behandelt?
 

Im Schlaflabor werden Patienten mit Ein- und Durchschlafstörungen oder mit nächtlichen Atemregulationsstörungen untersucht. Häufige Fragestellungen sind die Abklärung vermehrter Tagesmüdigkeit und Schlafstörungen, die durch ein erhöhtes Angstniveau bedingt sind, die während einer Schwangerschaft auftreten können, die Folge einer Medikamenteneinnahme oder auch Medikamenten- bzw. Alkoholabhängigkeit sind oder bei Schichtarbeit mit unregelmäßigem Schlafrhythmus auftreten können.
 
Mitunter macht Schlaftrunkenheit oder Schlafwandeln eine Schlaflaboruntersuchung erforderlich. Manche Patienten, die zur Untersuchung kommen, klagen auch über Alpträume, Sprechen im Schlaf oder nächtliches Zähneknirschen. Selten führen auch nächtliche Erstickungsanfälle zur Abklärung in einem Schlaflabor. Umweltbedingte Schlafstörungen können abgegrenzt werden.
 
Schlafstörungen können auch erste Anzeichen einer psychiatrischen Erkrankung darstellen. Insbesondere langanhaltende nicht körperlich bedingte Schlafstörungen oder solche bei Depression oder Angststörungen bedürfen der Abklärung. In der neurologischen Praxis sind epileptische Anfälle, die schlafgebunden nachts auftreten, periodische unwillkürliche Beinbewegungen im Schlaf oder auch Bewegungsunruhe der Beine während dem Einschlafen, das Auftreten nächtlicher Wadenkrämpfe, eine Demenz oder die Parkinson’sche Erkrankung häufig beobachtete Ursachen für einen gestörten Nachtschlaf. Bei Kindern kann nächtliches Einnässen eine polysomnographische Untersuchung im Labor erforderlich machen.
 
 

Spezialisierte Untersuchungen

Patienten mit Störungen auf neurologischem und psychiatrischem Gebiet werden bevorzugt in unserem spezialisierten Schlaflabor betreut. Zusätzlich steht bei uns eine Doppelbildaufzeichnungsmöglichkeit zur Untersuchung von Patienten mit Epilepsie zur Verfügung. Unwillkürliche epileptische Bewegungen oder Anfälle können so mit den fortlaufend abgeleiteten Hirnströmen in Beziehung gesetzt werden, um eine den Anfall auslösende Auffälligkeit der hirnelektrischen Aktivität zu belegen. Darüber hinaus ist in unserem Labor eine Abklärung und Therapie von schlafbezogenen Atmungsstörungen, wie z. B. das Schlafapnoe-Syndrom möglich.
 
 
Kontakt
Bezirkskrankenhaus Bayreuth
Nordring 2
95445 Bayreuth
Neuropsychiatrisches Schlaflabor
Leitung:
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wolfersdorf
Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Matthias Keidel
 
Leitung des Schlaflabors:
Dr. med. Burkhard Thomas
Stv. Chefarzt der Klinik für Neurologie
  
Schlaflabor
Tel.: (0921) 283-5637
Fax: (0921) 283-5408
 

 

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