Unter dem Motto „Paddeln gegen die Sucht“ fand auch dieses Jahr wieder eine Bootstour von Patienten/-innen der Bezirksklinik Hochstadt statt. Zwei Frauen und 16 Männer stellten sich dieser Herausforderung.
Mit zwei Booten startete die Crew mit ihren Betreuern Sabine Rabenstein, Ralf Krieger und Hans-Joachim Merkel in Unnersdorf. Den Teilnehmern wurde schnell klar, dass gegenseitige Unterstützung, Motivation und vor allem Zusammenhalt unabdingbar sind. Die Patienten konnten die Tier- und Pflanzenwelt erleben und die Natur genießen, was für viele Teilnehmer eine neue bzw. wiederentdeckte Fähigkeit ist, die in den Jahren des Drogenkonsums abhanden gekommen ist. In der Mittagspause an der Anlegestelle Ebensfeld reflektierten die Beteiligten das Erlebte und gingen in einem intensiven Gespräch nochmals darauf ein. Am Nachmittag erreichten die Boote Ebing.
Ziel dieser Bootstour war es, den Patienten zu vermitteln, dass man auch ohne Drogen Spaß am Leben haben kann. Außerdem soll die Bootstour eine nachhaltig positive Wirkung auf das Sozialverhalten inner- und außerhalb der Klinik haben und zu einem besseren gegenseitigen Verständnis führen. Die Teilnehmer bewältigten die gestellten Aufgaben gemeinsam und erlebten zusammen ein „Abenteuer“. Zusätzlich stellt die Bootstour eine Auseinandersetzung mit eigener und fremder körperlicher Leistungsfähigkeit dar. In den Frauen und Männern sollen ein neues oder schon lange vergessenes Lebensgefühl und ein neuer Lebenswille geweckt werden.