Aktuelles aus der Bezirksklinik Hochstadt

 

ERFOLGREICHE JUDOPRÜFUNG

Im Rahmen des Sommerfestes der Bezirksklinik Hochstadt legten eine Frau und vier Männer erfolgreich die Jodoprüfung zum weiß-gelben Gürtel (8. Kyu) ab.
 
In den Bereichen Fallschule, Boden, Stand und Anwendung wurden die Patienten der Alkohol- und Drogenentwöhnungsklinik nach 12-wöchiger Vorbereitung im Rahmen der Judotherapie vom Bezirksprüfungsbeauftragten Paul Greiner (6. DAN) aus Bamberg geprüft.
 
Die Patienten wurden von ihrem Trainer, dem stellvertretenden Stationsleiter Ralf Krieger (1. DAN) gut auf diese Prüfung vorbereitet. Die Judo-Gruppe ist fester Bestandteil des therapeutischen Konzeptes weil hier im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten andere Schwerpunkte gesetzt werden: Die Grundlage des japanischen Judo ist „Siegen durch Nachgeben“. Die philosophische Grundprinzipien des gegenseitige Helfens und Verstehens „zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen“ (jita-kyoei) zusammen mit dem „bestmöglichen Einsatz von Körper und Geist“ (sei-ryoku-zenyo) werden in der Therapiegruppe umgesetzt.
 
In den Therapie- und Trainingsgruppen werden einfache Bewegungsformen gelehrt, die immer wiederholt, einen meditativen Charakter zeigen. Die Auseinandersetzung mit sich selbst und die Verantwortung für sein eigenes Verhalten sowie für den Partner sind hierbei vorrangig. Ein weiterer Pluspunkt ist das entstehende Gemeinschaftsgefühl - aus Einzelgängern formt sich eine Gruppe die sich gegenseitig unterstützt und trägt. Körpererfahrung, Körperwahrnehmung und Sensibilisierung für das eigene Tun werden erlernt. Judo kann ebenfalls bei der abstinenten Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach der Therapie - z.B. Anschluss an einen Verein - behilflich sein.
 

 

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