Bezirksklinik Hochstadt: Die Bezirksklinik Hochstadt lud am 4. und 6. April 2010 zu einem zweitägigen Judolehrgang ein, der unter dem Motto „RENRAKU“ stand, was auf japanisch Verbindung oder Verknüpfung bedeutet. Ziel dieses Wochenendes war es, den Kontakt zwischen Suchtpatienten und Nichtbetroffenen beim gemeinsamen Praktizieren des „Sanften Weges“, wie Judo auch genannt wird, zu fördern.
In der Suchtfachklinik für Medikamenten-, Alkohol- und Drogenabhängige werden Judo und andere Sportarten therapeutisch eingesetzt um die Patientinnen und Patienten erfahren zu lassen, dass man bei Training und sportlichen Wettkämpfen - ganz ohne Alkohol oder Drogen - einen „Kick“ erleben kann.
In je zwei Trainingseinheiten übten die Frauen und Männer unter der Leitung von Ralf Krieger, stellvertretender Stationsleiter in der Bezirksklinik und Träger des 1. DAN im Judo, die Techniken in NE-WAZA, KATAME-WAZA, RANDORI ein. Mit Engagement, Spaß und Teamgeist gingen die beiden Lehrgangstage viel zu schnell vorbei.
Dass es durch den Kurs gelungen ist, Vorurteile gegenüber Suchtkranken abzubauen, bestätigten die Teilnehmerinnen Rebecca und Sara, die Judo seit Jahren im Verein praktizieren. „Die Patienten sind ja gar nicht so, wie ich dachte…“ oder „… sie können in diesem Bereich wirklich etwas leisten“ waren oft gehörte Aussagen. Das Beste aber: Die Judoka der Bezirksklinik Hochstadt wurden vom Verein, in dem Rebecca und Sara trainieren, zu einem Gegenbesuch eingeladen!
Foto: Trainer Ralf Krieger beim Judolehrgang in der Bezirksklinik Hochstadt