Aktuelles aus der Bezirksklinik Hochstadt

 

SUCHTTHERAPIE VORBILDLICH

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans informierte sich im Bezirkskrankenhaus Bayreuth über moderne Formen der Suchtbehandlung in den Häusern des Kommunalunternehmens „Kliniken und Heime des Bezirks Oberfranken“

Bayreuth, 20.04.2011: Bereits vor zwei Jahren war das Bezirkskrankenhaus Ziel eines Besuches der damaligen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, gewesen. Nun kam die „Neue“, Mechthild Dyckmans, seit November 2009 in diesem Amt, um sich zu informieren. Begleitet wurde sie von Thomas Hacker, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag.

 „Unser Therapieansatz zeichnet sich durch eine starke Differenzierung nach Krankheitsbildern aus“, erklärte der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wolfersdorf. Zuvor war die Drogenbeauftragte und ihr Begleiter durch Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler und Bruno Harmuth, Vorstand des Kommunalunternehmens „Kliniken und Heime des Bezirks Oberfranken“, begrüßt worden. Wolfersdorf betonte: „Wir waren eines der ersten Häuser in Bayern, die drogenabhängige Menschen von alkoholabhängigen Menschen getrennt und einem eigenen Behandlungskonzept zugeführt haben“. Bereits 1997 wurde eine Station für niederschwelligen Drogenentzug eröffnet. „Und schon damals hat sich das Bezirkskrankenhaus auf Stimulantien vom Amphetamin-Typ spezialisiert, weil Mitte der 90er Jahre in Oberfranken immer mehr Probleme mit Metamphetamin, in der Szene „Crystal-Meth“ genannt, aufgetreten waren.“

Das Konzept der Suchtbehandlung im Bezirkskrankenhaus Bayreuth bewährte sich und wurde auf andere Kliniken übertragen. So bietet die Bezirksklinik Hochstadt, die unter gleichen Trägerschaft und ärztlicher Leitung steht, als Suchtfachklinik zehn sogenannte Entzugsbetten sowie 60 Reha-Betten für alkohol-, medikamenten- und drogenabhängige Menschen. Die Besonderheit dieses Hauses ist, dass hier ein spezielles Programm für die Behandlung und Rehabilitation von stimulantienabhängigen Menschen durchgeführt wird. Dr. med. Roland Härtel-Petri, Leitender Arzt der Abteilung Klinische Suchtmedizin in Bayreuth und Hochstadt ist anerkannter Fachmann in diesem Bereich. Er erläuterte die Nebenwirkungen des Amphetamin- bzw. Metamphetaminkonsums und stellte das Behandlungskonzept für Stimulantienabhängige vor, welches sich an US-amerikanischen Modellen orientiert.

„Sie werden noch die Farbe riechen, vielleicht auch noch etwas Unaufgeräumtes sehen“, warnte Wolfersorf, bevor es zum Rundgang durch die vor kurzem neu bezogene Suchtstation S3 ging. Dr. med. Hella Schulte-Wefers, Oberärztin der Abteilung Klinische Suchtmedizin und Zuständige für die Opiat-Substitution im Hause, übernahm die Führung durch die freundliche Station. Mechthild Dyckmans zeigte sich beeindruckt und stellte interessiert Fragen zu den Angeboten in der Suchttherapie.
 

Bild oben: Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, lässt sich von Dr. med. Roland Härtel-Petri, Leitender Arzt der Abteilung Klinische Suchtmedizin, Therapieangebote vorstellen.

  

 

Das Bild zeigt von links nach rechts: Thomas Hacker, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bay. Landtag, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wolfersdorf, Ärztlicher Direktor Bezirkskrankenhaus Bayreuth, Bruno Harmuth, Vorstand Kliniken und Heime des Bezirks Oberfranken, Dr. med. Hella Schulte-Wefers, Oberärztin Abteilung Klinische Suchtmedizin, Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Dr. med. Roland Härtel-Petri, Leitender Arzt Abteilung Klinische Suchtmedizin, Dr. Günther Denzler, Bezirkstagspräsident

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