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Was ist "Schmerztherapie"?
Vielfältig sind die Ideen und Vermutungen, die mit dem Begriff „Schmerztherapie“ verknüpft werden. Was machen die anders als mein Orthopäde? Ein Schmerztherapieansatz, der schon „multimodal“ heißt, klingt kompliziert. So komplex wie Schmerzen eben so sind. So ist jeder im Therapie-Team nicht orthopädisch besser als der Orthopäde oder physiotherapeutisch besser als der Physiotherapeut. Nicht der Einzelne erbringt den Vorteil, sondern die Stärke des „Schmerzteams“ liegt im Zusammenwirken, im gemeinsamen Zugang zum Patienten: Eine psychologische Untersuchung und Therapie gehört so unerlässlich zur Therapie chronischer (überwiegend Rücken- und Kopf-) Schmerzen wie die Physio-, Ergo- und Sporttherapie. Der ärztliche Therapeut ist Indikationssteller und bettet diese Therapie in die Vorsorgung durch den Hausarzt ein, bietet die Auswahl der passenden Medikamente und – selten nötig – aufwändigere Verfahren wie rückenmarksnahe Schmerzkatheter oder Elektrosonden an. „Selbst gegen den Schmerz handeln und nicht immer behandeln lassen“ – aktive Auswege durch Trainings- und Entspannungstherapie, psychologische Stützung und ärztliche Begleitung können langfristig Schmerz und Beeinträchtigung lindern.