Aktuelles aus unserem Wohn- und Pflegeheim

 

BIOGRAPHIE- UND NOSTALGIETAG:

Seit vielen Jahren arbeiten das Wohn- und Pflegeheim Kutzenberg und der Kindergarten in Ebensfeld eng zusammen. Im Oktober besuchten die Kinder die chronisch psychisch kranken Bewohnerinnen und Bewohner des Heims, nicht nur um ihnen durch ihre Anwesenheit eine Freude zu bereiten, sondern auch um zu sehen, wie man Lebensmittel wie Butter selbst machen kann.
 
Mit großem Eifer gingen Kinder und Bewohner ans Werk, mit historischen Küchengeräten und mit dem Schneebesen. Denn viele alte Menschen schlagen Sahne lieber mit einem Schneebesen als mit einem elektrischen Handrührgerät steif. Durch Betasten, Schmecken, Sehen, Fühlen und Hören werden alle Sinne stimuliert und viele Erinnerungen aus der Vergangenheit geweckt. Der Heimbewohner Karl-Heinz M.  erzählte mit leuchtenden Augen, wie es früher war. Alle konnten ihm anmerken, wie gut es ihm tat, sich aktiv in das Geschehen einzubringen und von seinen Erlebnissen zu berichten. Die Kinder lernten, woher die Butter kommt und die Heimbewohner konnten sich mit Erfahrungen aus ihrer eigenen Lebensgeschichte befassen und an bekannte Rollen anknüpfen, die sich an ihrer Biografie orientieren.
Die Bedeutung von familien- und hausarbeitsorientierten Angeboten ist für Menschen mit psychischen und physischen Einschränkungen sehr groß. Dabei liegt der Fokus auf der Möglichkeit, aktiv leben zu können und sich nützlich zu fühlen. Neben dem Kochen und Backen ist  jede Art von hausarbeitsnahen Tätigkeiten zur Förderung des Selbstwertgefühles und der Selbstbestimmung eine wichtige therapeutische Maßnahme und ein bedeutsamer Baustein im Umgang mit den Heimbewohnern
 
 
Foto: Sichtlich Spaß bereitete es der kleinen Leonie, die Kaffeemühle zu bedienen und mit Heimbewohner Karl-Heinz M. gemeinsam Butter herzustellen.

 

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